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Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus

Dr. Wolfgang Schneiß

Jüdische Kultur und Geschichte prägen das Land Sachsen-Anhalt in ganz herausragender Weise. Inzwischen entfaltet sich jüdisches Leben neu. Zugleich ist Antisemitismus auch in unserem Land nach wie vor eine beschämende Realität. Die Einrichtung des landesweiten Ansprechpartners in der Staatskanzlei unterstreicht die Bedeutung, die die Landesregierung diesem Themenfeld beimisst. In Sachsen-Anhalt sind wir dankbar für jüdisches Leben in unserem Land und wenden uns daher gegen jede Form von Antisemitismus.

Die Tätigkeit des Ansprechpartners dient u. a. dazu, die jüdischen Gemeinden im Land zu stärken, Akteure zu vernetzen und Handlungsnotwendigkeiten für Politik und Gesellschaft aufzuzeigen. Es ist wichtig, Antisemitismus, wo er auftritt, sichtbar zu machen, frühzeitig vorzubeugen und ihn entschlossen zu bekämpfen.

Antisemitische Gewalt und Diskriminierung: Beratungsstelle OFEK e. V. startet in Sachsen-Anhalt

Das Beratungsangebot dient Betroffenen, ihren Familien und Angehörigen sowie Zeuginnen und Zeugen von antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Die Beratung ist zielgruppenspezifisch und eng auf die Bedarfe der jüdischen Communitiy zugeschnitten. OFEK e. V. bietet zudem Institutionen fachliche Beratung nach Vorfällen an. Das Projekt wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.
Mehr Informationen zur Beratungsstelle OFEK und ein Statement des Ansprechpartners für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt können Sie hier nachlesen.

Landesregierung beschließt Verwendung der Antisemitismus-Definition der IHRA

Die Landesregierung hat im März 2021 die Nutzung der Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) für die Arbeit der Landesregierung beschlossen. Damit wird ein prioritäres Ziel des Landesprogramms für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus umgesetzt.

Die Nutzung der IHRA-Arbeitsdefinition durch das Land kann für eine geschärfte Wahrnehmung von Antisemitismus in der Praxis dienen. Dadurch ist ein positives Signal zu erwarten, dass die weitere Verbreitung dieser Definition in Landtag, Kommunen, zivil-gesellschaftlichen Organisationen, Vereinen und anderer Organisationen vorantreibt und eine präzisere Auseinandersetzung mit Antisemitismus damit einhergeht.
Antisemitismus-Definition

1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Mit dem bundesweiten Festjahr "321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" wird den Bürgerinnen und Bürgern vor allem jüdisches Leben heute nahegebracht. Zugleich soll das Miteinander der Kulturen und Religionen gefördert werden. Damit soll ein Beitrag gegen den erstarkenden Antisemitismus geleistet und Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden überwunden werden.




In Sachsen-Anhalt beteiligen sich eine Reihe von Vereinen, Verbänden, Gemeinden, zivilgesellschaftliche Initiativen und öffentlichen Einrichtungen am Festjahr.
Beteiligung und Projekte Sachsen-Anhalts

 

Sachsen-Anhalt und der Verein "321 - 2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V." haben eine Kooperationsvereinbarung aus Anlass des Festjahres "#2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland" unterzeichnet.
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

www.2021JLID.de  

Vertrag mit Jüdischer Gemeinschaft zu baulichen Sicherungsmaßnahmen ist unterzeichnet

Der Vertrag zwischen Sachsen-Anhalt und der Jüdischen Gemeinschaft über Finanzleistungen für baulich-technische Sicherungsmaßnahmen ist nun unterzeichnet worden. Die anschließende Ratifizierung durch den Landtag ist im März 2021 erfolgt. Der Vertrag tritt zum 1. Januar 2022 in Kraft und hat eine Laufzeit von 5 Jahren.
Informationen zum Vertrag

Staatsvertrag


Landesregierung beschließt Landesprogramm gegen Antisemitismus

In mehrmonatiger Zusammenarbeit der Ministerien, unter Federführung des Ansprechpartners in der Staatskanzlei und unter Einbeziehung der jüdischen Gemeinschaft und weiterer Organisationen ist ein Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus erarbeitet worden.

Dieses Landesprogramm wurde am 6. Oktober 2020 im Landeskabinett verabschiedet. Es bündelt Anstrengungen auf verschiedenen Ebenen und gibt die Richtung vor, wie zukünftig in Sachsen-Anhalt Antisemitismus bekämpft und jüdisches Leben gefördert und gesichert wird. Das Landesprogramm stellt sowohl aktuelle Prozesse heraus, zeigt aber auch Verbesserungsmöglichkeiten, Ergänzungen und Intensivierungen für die Zukunft auf.
Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus

Anlagen zum Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus

Gedenkveranstaltungen

Am 9. Oktober 2020 jährte sich der Tag des antisemitischen und rassistischen Terroranschlags in Halle/Saale am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle haben in mehreren Veranstaltungen der Opfer des Verbrechens gedacht.
Gedenkveranstaltungen

Antisemitismus in Sachsen-Anhalt - Aktueller Lagebericht

Nicht erst seit dem rechtsextremen Terroranschlag in Halle (Saale) im Oktober 2019 ist Antisemitismus für Jüdinnen und Juden auch in Sachsen-Anhalt alltagsprägend. Jedoch unterstreicht dieser Anschlag noch einmal ganz deutlich die Notwendigkeit, genau hinzuschauen und daraus Handlungsnotwendigkeiten für Politik und Gesellschaft abzuleiten. 

Dazu dient die Studie "Problembeschreibung Antisemitismus in Sachsen-Anhalt", erstellt vom Bundesverband RIAS e. V. im Auftrag der Landesregierung.

Pressemitteilung zur Studie zu Antisemitismus in Sachsen-Anhalt

Zusammenfassung "Problembeschreibung: Antisemitismus in Sachsen-Anhalt"