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Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus

Dr. Wolfgang Schneiß

Jüdische Kultur und Geschichte prägen das Land Sachsen-Anhalt in ganz herausragender Weise. Inzwischen entfaltet sich jüdisches Leben neu. Zugleich ist Antisemitismus auch in unserem Land nach wie vor eine beschämende Realität. Die Einrichtung des landesweiten Ansprechpartners in der Staatskanzlei unterstreicht die Bedeutung, die die Landesregierung diesem Themenfeld beimisst. In Sachsen-Anhalt sind wir dankbar für jüdisches Leben in unserem Land und wenden uns daher gegen jede Form von Antisemitismus.


Die Tätigkeit des Ansprechpartners dient u. a. dazu, die jüdischen Gemeinden im Land zu stärken, Akteure zu vernetzen und Handlungsnotwendigkeiten für Politik und Gesellschaft aufzuzeigen. Es ist wichtig, Antisemitismus, wo er auftritt, sichtbar zu machen, frühzeitig vorzubeugen und ihn entschlossen zu bekämpfen.

Neuer Landesrabbiner

Daniel Fabian ist seit Dezember 2021 neuer Landesrabbiner für Sachsen-Anhalt und fungiert als Bindeglied für alle jüdischen Gemeinden im Land. In seinem repräsentativen Amt vertritt er die jüdische Gemeinschaft nach Außen und dient somit der Zusammenarbeit des jüdischen Landesverbands mit der Zivilgesellschaft, mit der Landesregierung, dem Ansprechpartner und weiteren Stellen. Der Landesrabbiner platziert jüdische Belange im Land. Er trägt mit seinem Wissen und seiner Vernetzung dazu bei, das jüdische Leben in Sachsen-Anhalt bekannter zu machen.

Herr Fabian absolvierte das Rabbinatsstudium am orthodoxen Rabbinerseminar zu Berlin. Die feierliche Ordination erfolgte 2011.

Am 2. März hat Ministerpräsident Haseloff den Landesrabbiner zu einem Antrittsbesuch in der Staatskanzlei empfangen.

Jüdische Kulturtage Sachsen-Anhalt werden fortgesetzt

Erstmalig finden im Herbst 2021 und Frühjahr 2022 die landesweiten Jüdischen Kulturtage Sachsen-Anhalts statt. In vielen Orten des Landes erwartet das Publikum ein fröhliches und vielfältiges Programm rund um jüdische Geschichte, Kultur, Religion und jüdisches Leben. 

Das Programm der Jüdischen Kulturtage Sachsen-Anhalt wird hier veröffentlicht.
Die Webseite informiert zudem über weitere Programmpunkte mit jüdischen Themen im Land. Das Programm wird hier fortwährend aktualisiert und ergänzt.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Sachsen-Anhalt (RIAS)

Am 1. Februar 2022 erfolgte der Neustart der Meldestelle in Trägerschaft des Vereins OFEK e.V. Der Verein unterhält bereits ein zielgruppenspezifisches Beratungsprojekt in Sachsen-Anhalt. In Trägerschaft von OFEK e.V. wird das Meldeangebot neben dem Beratungsangebot aufgebaut und orientiert sich an den Anforderungen des Bundesverbands RIAS.

Wir erhoffen uns davon ein gutes Zusammenwirken der beiden Projekte und eine enge Abstimmung mit den bisherigen Partnern. Ganz entscheidend für die Arbeit der Meldestelle ist die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinschaft im Land und mit allen staatlichen wie zivilgesellschaftlichen Stellen, die in Sachsen-Anhalt mit der Thematik befasst sind. Hierdurch wird im Land ein starkes Netzwerk geknüpft, damit antisemitische Vorfälle intensiver in den Blick genommen werden, die Betroffenen Hilfe erfahren sowie Politik und Gesellschaft Anleitung für ihr Handeln bekommen.  

Die neue Struktur befindet sich im Aufbau und die Meldestelle wird die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit selbst über den Fortgang unterrichten. 

Umsetzungsbericht zum Landesprogramm für jüdisches Leben vorgelegt

Die Landesregierung hat am 30. November 2021 den ersten Umsetzungsbericht zum "Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus" zur Kenntnis genommen und dabei ihre Absicht bekräftigt, das Landesprogramm weiter mit hoher Priorität umzusetzen. Der Bericht bilanziert die geleistete Arbeit seit der Auflage des Landesprogramms am 6. Oktober 2020 und beschreibt die weiteren Aufgaben.
Pressemitteilung

Hier können Sie den Umsetzungsbericht einsehen.

Jüdischer Kalender Sachsen-Anhalt 5782 erschienen

Der Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt hat den jüdischen Jahreskalender für das kommende Jahr 5782 (gregorianische Zeitrechnung: 2021/2022) veröffentlicht. Dieser Kalender rückt die jüdischen Feiertage in den Mittelpunkt und beschreibt Orte des heutigen und des vergangenen Judentums im Land. So wird auch bei nicht-jüdischen Lesern ein Bewusstsein dafür geschaffen.
Jüdischer Kalender

Der Kalender kann in der Landeszentrale für politische Bildung bestellt oder hier heruntergeladen werden.

Literaturangebot der Landeszentrale für politische Bildung




Antisemitische Gewalt und Diskriminierung: Beratungsstelle OFEK e. V. startet in Sachsen-Anhalt

Das Beratungsangebot dient Betroffenen, ihren Familien und Angehörigen sowie Zeuginnen und Zeugen von antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Die Beratung ist zielgruppenspezifisch und eng auf die Bedarfe der jüdischen Communitiy zugeschnitten. OFEK e. V. bietet zudem Institutionen fachliche Beratung nach Vorfällen an. Das Projekt wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.
Mehr Informationen zur Beratungsstelle OFEK und ein Statement des Ansprechpartners für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt können Sie hier nachlesen.

Landesregierung beschließt Verwendung der Antisemitismus-Definition der IHRA

Die Landesregierung hat im März 2021 die Nutzung der Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) für die Arbeit der Landesregierung beschlossen. Damit wird ein prioritäres Ziel des Landesprogramms für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus umgesetzt.

Die Nutzung der IHRA-Arbeitsdefinition durch das Land kann für eine geschärfte Wahrnehmung von Antisemitismus in der Praxis dienen. Dadurch ist ein positives Signal zu erwarten, dass die weitere Verbreitung dieser Definition in Landtag, Kommunen, zivil-gesellschaftlichen Organisationen, Vereinen und anderer Organisationen vorantreibt und eine präzisere Auseinandersetzung mit Antisemitismus damit einhergeht.
Antisemitismus-Definition

1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Mit dem bundesweiten Festjahr "321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" wird den Bürgerinnen und Bürgern vor allem jüdisches Leben heute nahegebracht. Zugleich soll das Miteinander der Kulturen und Religionen gefördert werden. Damit soll ein Beitrag gegen den erstarkenden Antisemitismus geleistet und Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden überwunden werden.




In Sachsen-Anhalt beteiligen sich eine Reihe von Vereinen, Verbänden, Gemeinden, zivilgesellschaftliche Initiativen und öffentlichen Einrichtungen am Festjahr.
Beteiligung und Projekte Sachsen-Anhalts

 

Sachsen-Anhalt und der Verein "321 - 2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V." haben eine Kooperationsvereinbarung aus Anlass des Festjahres "#2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland" unterzeichnet.
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

www.2021JLID.de  

Vertrag mit Jüdischer Gemeinschaft zu baulichen Sicherungsmaßnahmen ist unterzeichnet

Der Vertrag zwischen Sachsen-Anhalt und der Jüdischen Gemeinschaft über Finanzleistungen für baulich-technische Sicherungsmaßnahmen ist nun unterzeichnet worden. Die anschließende Ratifizierung durch den Landtag ist im März 2021 erfolgt. Der Vertrag tritt zum 1. Januar 2022 in Kraft und hat eine Laufzeit von 5 Jahren.
Informationen zum Vertrag

Staatsvertrag


Landesregierung beschließt Landesprogramm gegen Antisemitismus

In mehrmonatiger Zusammenarbeit der Ministerien, unter Federführung des Ansprechpartners in der Staatskanzlei und unter Einbeziehung der jüdischen Gemeinschaft und weiterer Organisationen ist ein Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus erarbeitet worden.

Dieses Landesprogramm wurde am 6. Oktober 2020 im Landeskabinett verabschiedet. Es bündelt Anstrengungen auf verschiedenen Ebenen und gibt die Richtung vor, wie zukünftig in Sachsen-Anhalt Antisemitismus bekämpft und jüdisches Leben gefördert und gesichert wird. Das Landesprogramm stellt sowohl aktuelle Prozesse heraus, zeigt aber auch Verbesserungsmöglichkeiten, Ergänzungen und Intensivierungen für die Zukunft auf.
Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus

Anlagen zum Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus

Newsletter

Der Newsletter des Ansprechpartners dient der Anregung und dem Informationsaustausch zu aktuellen Themen und Aktionen. Er informiert über Organisationen, Aktionen und Entwicklungen auf politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene zu Antisemitismus und jüdischem Leben im Land und soll insoweit der besseren Vernetzung in Sachsen-Anhalt dienen. Er erscheint nach Bedarf.
Wenn Sie Interesse haben in den Newsletter-Verteiler aufgenommen zu werden, schicken Sie bitte eine E-Mail: ansprechpartner-antisemitismus(at)stk.sachsen-anhalt.de 

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