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Newsletter Ausgabe 18

Sehr geehrte Damen und Herren, 

der neue Krieg im Nahen Osten führt weltweit vermehrt zu antisemitischen Vorfällen. Die Besorgnis innerhalb der jüdischen Gemeinschaft ist auch in Sachsen-Anhalt groß. Natürlich ist die Landespolizei in erhöhter Bereitschaft. Nicht weniger wichtig ist es, auch im persönlichen Umfeld Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus wie auch gegen jede sonstige Diskriminierung zu setzen. Jüdinnen und Juden in unserem Land sind dankbar für alltäglich bewiesene Signale der Empathie und Solidarität. Zugleich wünschen wir uns Frieden für die Menschen in der gesamten Region. 

Und doch: Die jüdische Gemeinschaft versteckt sich nicht. Wie groß die Motivation des Landesverbands und seiner Partner ist, der jüdischen Kultur im Land zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, das ließ sich am 8. März bei der Eröffnung des Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“ erkennen. Das Foyer der Staatskanzlei verwandelte sich in eine jüdische Schule, es gab einen jüdischen Hutmacher und jüdische Zeitungsverkäufer und vieles mehr. Mit viel Einsatz und Begeisterung und mit viel Dekor wurde der Festakt gestaltet, bei dem u.a. Ministerpräsident Schulze und Zentralratspräsident Dr. Schuster sprachen. In den kommenden Monaten finden zahlreiche Kulturveranstaltungen im Rahmen dieses Projekts im ganzen Land statt. 

Herzliche Grüße
Dr. Wolfgang Schneiß – Daniel Grunow – Claudia Stephan – Anja Mansfeld 

 

Auftaktveranstaltung des Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“

„Jüdisches Leben ist bunt, empathisch, oft überraschend, und vor allem vielfältig und lebendig. Die Kulturtage spiegeln diese Vielfalt. Ich wünsche mir, dass viele Menschen sich angesprochen fühlen, dass sie neugierig werden, zuhören, nachfragen, mitfeiern. Diese Tage können auch dem Antisemitismus vorbeugen, denn sie schaffen Nähe, Verständnis und persönliche Begegnung. Genau das brauchen wir.“ Dies sagte Herr Ministerpräsident Schulze bei der Eröffnungsveranstaltung am 8. März 2026 in der Staatskanzlei. Gemeinsam mit vielen geladenen Gästen wurde der Projektstart begangen, bei dem auch Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, ein Grußwort hielt. Im Rahmen des landesweiten Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“ finden nun das ganze Jahr über Veranstaltungen statt. Terminhinweise finden Sie auf der Webseite der Kulturtage, auf Facebook und auf Instagram.  

Umgang mit Antisemitismus in Hochschulen

Der „Beirat für jüdisches Leben“ hat sich auch mit Vorfällen an der Hochschule für Kunst und Design und an der Martin-Luther-Universität befasst. Im Rahmen der Landesrektorenkonferenz hat der Ansprechpartner zum Umgang mit solchen Vorfällen das Gespräch gesucht. Der neue Antisemitismusbeauftragte der Hochschulrektorenkonferenz hat gezielte Unterstützung angeboten.

Erinnerungs- und Gedenkkultur – Zukunftsgestaltung und Herausforderungen

Der „Beirat des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit“ hat einen Beschluss zu Gedenk- und Erinnerungskultur zur NS-Zeit in Sachsen-Anhalt gefasst. Besonders betont wird darin die Notwendigkeit einer deutlichen Erhöhung der Ressourcen für Gedenkstätten, Erinnerungsorte und zivilgesellschaftliche Projekte. Der Ansprechpartner ist Mitglied des Beirats und hat an diesem Beschluss mitgewirkt.

Die Bundesregierung hat im November 2025 eine neue Gedenkstättenkonzeption beschlossen. Diese Überarbeitung der Fassungen von 1999 und 2008 bildet die Grundlage für die Förderung und Entwicklung der Gedenkstätten an den historischen Orten der nationalsozialistischen Verbrechen sowie des kommunistischen und SED-Unrechts. 

Antisemitismus trifft NS-Gedenkstätten mit zunehmender Schärfe: Schmierereien, Störungen, Drohungen und Erinnerungsabwehr prägen den Alltag der Mitarbeitenden. Der Bundesverband RIAS veröffentlicht deshalb eine neue Broschüre, die antisemitische Vorfälle an Gedenkstätten beleuchtet und Handlungsperspektiven für die antisemitismuskritische Praxis aufzeigt.

Beschluss gegen antisemitische Straftaten

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat am 5. März 2026 den Beschluss „Antiisraelischen und antisemitischen Straftaten und Vorfällen entschlossen entgegentreten“ gefasst. Die Länder bekräftigen eine Null-Toleranz-Linie gegenüber Antisemitismus und wollen antisemitische sowie antiisraelische Straftaten konsequent verfolgen. Dafür sollen bestehende Instrumente stärker genutzt und strafrechtliche Verschärfungen geprüft werden. Ziel ist ein klares staatliches Vorgehen und besserer Schutz vor antisemitischer Gewalt.

Antisemitismus-Fachgespräch für Lehrkräfte

In den Räumen der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg fand Ende Februar das Fachgespräch „Antisemitismus an Schulen – Leerstellen, Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen“ statt. Die Veranstaltung, eine Kooperation von OFEK Sachsen-Anhalt, RIAS Sachsen-Anhalt und dem Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) mit Unterstützung des Ansprechpartners, widmete sich der Frage, wie Antisemitismus im schulischen Alltag begegnet werden kann.

Das Fachgespräch unterstrich die Notwendigkeit, historisches Wissen enger mit gesellschaftlicher Analyse zu verknüpfen und antisemitismuskritische Perspektiven dauerhaft in die Schulstrukturen zu verankern, um Lehrkräften und Institutionen langfristige Handlungssicherheit zu geben.

Umgestaltung des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“

Im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“ werden zahlreiche zivilgesellschaftliche Projekte gefördert, darunter auch solche zur Antisemitismus- und Radikalisierungsprävention/-bekämpfung. Bundesministerin Karin Prien hat angekündigt, die Programmausrichtung sehr grundsätzlich zu überprüfen. Bisherige Ankündigungen weisen darauf hin, dass einige große Projekte, wie bspw. der Kooperationsverbund gegen Antisemitismus (KOVA), zur Disposition stehen. Die Diskussion darüber ist inzwischen in vollem Gange und natürlich haben viele Träger Sorgen um ihre Zukunft. Im Bundestag hat es dazu bereits eine erste, heftige Debatte gegeben. Bis zum geplanten Neustart im kommenden Jahr bleibt nicht mehr viel Zeit. Gemeinsam mit den Antisemitismusbeauftragten aus Bund und Ländern setzt sich der Ansprechpartner gegenüber dem Bundesministerium für eine auskömmliche Förderung im Themenbereich Antisemitismusbekämpfung ein. 

Umgang mit Politik in der Schule

Ein neuer Erlass des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt regelt den Umgang mit parteipolitischer Werbung sowie mit Politikbesuchen an Schulen. Ziel des neuen Erlasses ist es, Lehrkräften und Schulleitungen eine verbindliche und pädagogisch fundierte Grundlage für den Umgang mit politisch sensiblen Situationen zu geben und die Rolle der Schule als zentralen Ort demokratischer Bildung zu stärken. 

Förderung für Projekte zur Stärkung jüdischen Lebens im Land

Die Landesregierung unterstützt auch in 2026 ausgewählte Projekte, die dazu dienen, das jüdische Leben in Sachsen-Anhalt weiter zu entfalten und sichtbar zu machen. Dafür stehen beim Ansprechpartner in der Staatskanzlei weiterhin Mittel zur Verfügung. Die Förderrichtlinie, das Antragsformular und den Kontakt zur zuständigen Kollegin Frau Stephan finden Sie hier. Sprechen Sie uns gerne mit Ihren Projektideen an.

Informationen aus der Bund-Länder-Kommission gegen Antisemitismus

Kurz vor dem turnusgemäßen halbjährigen Treffen der Antisemitismusbeauftragten in Mainz im März 2026 wurde bekannt, dass der Bundesbeauftragte Felix Klein im Sommer zum Ständigen Vertreter Deutschlands bei der OECD in Paris berufen wird. Eine Entscheidung zur Nachfolge ist noch nicht getroffen. Felix Klein hat in den acht Jahren seiner Amtszeit Maßstäbe gesetzt, auch für die Arbeit in Sachsen-Anhalt hat er wichtige Unterstützung geleistet. 

Im Januar wurde ein Brandanschlag auf das Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner verübt. Die Bund-Länder-Kommission hat diesen feigen Angriff verurteilt. Im März trat Büttner aus der Partei Die LINKE aus im Protest gegen einen antizionistischen Beschluss des Landesverbands der Partei in Niedersachsen. 

Update zu den antijüdischen Schmähplastiken im Land

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Antrag auf Abnahme der antijudaistischen Schmähplastik an der Stadtkirche Wittenberg zurückgewiesen und damit vorlaufende Urteile nicht beanstandet. Das Relief kann nach Auffassung aller befassten Gerichte an Ort und Stelle verbleiben, da es durch die vorgenommenen Ergänzungen und Erläuterungen zu einem Mahnmal geworden sei. Die Stadtkirchengemeinde bereitet zur Zeit, dabei unter anderem museumsfachlich und wissenschaftlich begleitet, die Errichtung eines Bildungsortes mit Fokus auf die Schmähplastik vor. Im von der Gemeinde berufenen Beratungsgremium wirkt der Ansprechpartner mit. Die Einweihung des neuen Bildungsortes ist noch in diesem Jahr geplant.

An der St. Stephani Kirche in Calbe wurde bereits im November letzten Jahres eine künstlerische Verhüllung der dortigen Schmähplastik vorgenommen. In den Gestaltungsprozess waren auch die jüdische Gemeinschaft im Land und der Ansprechpartner eingebunden.
 

Stolperstein-App in Sachsen-Anhalt

Seit November letzten Jahres sind alle Magdeburger Stolpersteine in der App „Stolpersteine.digital“ erfasst. Nun folgen in diesem Jahr alle Stolpersteine aus dem restlichen Sachsen-Anhalt. Die App kann kostenfrei im Google Playstore oder Apple App Store heruntergeladen werden. Die Digitalisierung der Stolpersteine ist ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung. 
In Zukunft möchte die Landeszentrale hierzu ehrenamtliches Engagement stärken und Angebote zur Vernetzung der Stolperstein-Initiativen schaffen, um so Austausch zu fördern und möglichst viele Stolpersteine in Sachsen-Anhalt in die App aufzunehmen. Schreiben Sie gern an lpb-netzwerk@sachsen-anhalt.de, um Teil dieses Netzwerks zu werden.

 

Sachsen-Anhalt-Monitor 2025 legt einen Schwerpunkt auf Antisemitismus

Im Dezember 2025 wurde der neue Sachsen-Anhalt-Monitor mit dem Titel „Zwischen Autokratisierung und Demokratisierung: Befunde zu einer Gesellschaft im Richtungsstreit“ vorgestellt. Er wurde im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung erstellt und liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie die Sachsen-Anhalter sich und ihr Land, die politischen Institutionen sowie die Demokratie sehen. Erstmals untersucht die Studie umfassend verschiedene Formen des Antisemitismus. Während tradierte antisemitische Stereotype mehrheitlich abgelehnt werden, sind sie gleichwohl bei 20 bis 25 Prozent der Befragten nachweisbar. Sekundärer sowie israelbezogener und postkolonialer Antisemitismus sind in Teilen der Bevölkerung weit verbreitet und politisch unterschiedlich verortet – mit stärkeren Ausprägungen an politischen Rändern. 

Verantwortlich für die Erstellung der Studie waren Professorin Katrin Reimer-Gordinskaya (Hochschule Magdeburg-Stendal) und Professor Gert Pickel (Uni Leipzig).

 

Bildungsplattform mit Kurzvideos zur Erinnerungsarbeit

Mit SHOAH STORIES startete im Januar die erste Bildungsplattform, die Lehrkräfte dabei unterstützt, die Geschichte der Shoah mit Hilfe von Kurzvideos jugendgerecht zu vermitteln. Die Kurzvideos wurden zuvor auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und anderen veröffentlicht.

Über die Website www.shoahstories.video erhalten Lehrkräfte und Lernende einen zentralen Zugang zu den Kurzvideo-Kanälen von mehr als 20 teilnehmenden Gedenkstätten und Museen weltweit. Sie stellt die Videos mit pädagogisch aufbereiteten Materialien in mehreren Sprachen für den Unterricht zur Verfügung. Damit bietet SHOAH STORIES ein seriöses, niedrigschwelliges und motivierendes Instrument, um die Erinnerung an die Shoah auf respektvolle, historisch fundierte und jugendgerechte Weise in den digitalen Lebenswelten junger Menschen zu verankern. 

Termine

21. April: Prof. Grigat - Vortrag zum Antisemitismus des iranischen Regimes in Halle
Auf Einladung des Arbeitskreises gegen Antisemitismus der MLU Halle-Wittenberg spricht Prof. Dr. Stephan Grigat, der Leiter des Centrums für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) der katholischen Hochschule NRW, in Halle zum Antisemitismus des iranischen Regimes. Weitere Informationen sind hier abrufbar. 

24. April: Call for Papers – Provenienzforschung zu jüdischen Objekten
Für eine Tagung zu methodischen und theoretischen Fragen der Provenienzforschung zu NS-Raubgut Ende August in Halberstadt bittet das Berend Lehmann Museum um Tagungsbeiträge. Weitere Informationen zum Forschungsaufruf finden Sie hier

Bis 1. Mai: Einsendung von Artikelvorschlägen zu jüdischer DDR-Geschichte 
Im Rahmen des am Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ) angesiedelten Forschungsprojekts „Jüdische Geschichte[n] in der DDR“ soll das bereits bestehende Interviewportal um ein Online-Portal erweitert werden, das mit einer Vielzahl von enzyklopädischen Beiträgen einen neuen und vielschichtigen Zugriff auf die unterschiedlichen jüdischen Geschichtserfahrungen innerhalb des ostdeutschen Teilstaats ermöglichen soll.
Das MMZ lädt interessierte Autorinnen und Autoren deshalb dazu ein, bis zum 1. Mai 2026 Vorschläge für Einzelbeiträge einzureichen. Nähere Informationen finden Sie hier.

7. Mai – 4. Juli: Virtuelle Begegnung mit Zeitzeugen in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin
Die Wanderausstellung „In Echt? Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ ermöglicht zeitgemäße Erinnerungsarbeit und zeigt, wie sich Lebensgeschichten von NS-Verfolgten auch dann vermitteln lassen, wenn direkte Begegnungen nicht mehr möglich sind. Mithilfe modernster VR-Technologie begegnen die Besuchenden fünf jüdischen Personen, die von ihren Erlebnissen während der NS-Zeit berichten.

Bis 15. Mai: Nominierung für die ELNET-Awards 2026 
Seit 2021 werden jährlich die ELNET-Awards für herausragendes Engagement rund um jüdisches Leben und die Beziehungen mit Israel vergeben. In den Kategorien Bildung, Kultur und Medien können nun bis Mitte Mai Initiativen, Projekte, Organisationen oder Personen nominiert werden. 

30. Juni: The Night Concert in Magdeburg 
Im Magdeburger Dom ist für Ende Juni, unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidenten a.D. Reiner Haseloff, Großes geplant: Beim „The Night Concert – Aufstehen gegen Hass“ wird liturgische Synagogalmusik von Leib Glantz mit Texten des Holocaust-Überlebenden und Nobelpreisträgers Elie Wiesel aus seinem Werk „Die Nacht“ kontrastiert. Organisatoren sind der Chorverband Sachsen-Anhalt e.V. und der Verein Völkerverständigung und Toleranz Hannover samt internationalen Partnern. Tickets sind hier für je einen Euro reservierbar.

Bis 1. Juli: Anmeldung zu den Aktionswochen gegen Antisemitismus  
Die Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus finden in diesem Jahr zum 23. Mal als Kooperation zwischen der Amadeu Antonio Stiftung und dem Anne Frank Zentrum statt. Es werden bundesweit Veranstaltungen und Initiativen unterstützt, in diesem Jahr zum Schwerpunkt „Antisemitismus an Hochschulen“. Alle Informationen zur Förderung und zum Antragsformular sind hier zugänglich. 

Leseempfehlungen und Medien

Buch: Jüdisches Leben in Anhalt – Ergänzungsband 2025
Das bereits erschienene Buch „Jüdisches Leben in Anhalt“ beleuchtet die jüdische Geschichte im ehemaligen Fürstentum Anhalt. Es wird von der Evangelischen Landeskirche Anhalts in mehreren Auflagen herausgegeben und wurde nun um einen Ergänzungsband erweitert. Dieses dokumentiert neue Erkenntnisse über jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart in Anhalt und führt zu Orten in Anhalt, wo seit 2021 durch viele Initiativen und öffentliche Förderung neue Erinnerungsorte entstanden sind. Bei der Buchvorstellung im Januar in Dessau sprachen neben kirchlichen Akteuren und dem Vorstand des jüdischen Landesverbands auch der Ansprechpartner. Bestellungen können über die Evangelische Landeskirche Anhalts erfolgen.

Antisemitismus an Hochschulen in Geschichte und Gegenwart
Der Sammelband von RIAS Hessen und der Universität Marburg zeigt die Kontinuitäten, Interventionen und Bedarfe zu universitärem Antisemitismus. Er liegt kostenfrei als PDF vor.

Broschüre zur Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Magdeburg in den vergangenen 30 Jahren
Mit „Nach dem Ankommen. Jüdische Gemeinschaft im Wandel (1994-2024) in Magdeburg“ hat die Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg eine ausführliche Beschreibung des jüdischen Lebens in der Landeshauptstadt vorgelegt. Das Projekt wurde vom Ansprechpartner gefördert. Sie erhalten die Broschüre über die Synagogen-Gemeinde

Schulische Befassung mit Antisemitismus
Der Ravensburger Verlag hat zusammen mit der Bildungsstätte Anne Frank das politische Sachbuch „Let’s talk about – Antisemitismus“ veröffentlicht. Es ist jugendgerecht für Kinder ab 12 Jahren konzipiert.Weiterhin ist im Wochenschau Verlag das „Vertiefungsheft Antisemitismus“ erschienen. Es vermittelt mithilfe konkreter Fallbeispiele Schülerinnen und Schülern Wissen zum Erkennen von aktuellen Formen von antisemitischen Stereotypen und Narrativen. 

Antisemitismus Online
Das neue „Handbook on Online Antisemitism“ der EU-Kommission ist in englischer Sprache kostenfrei herunterladbar. Das Handbuch beschreibt unterschiedliche Formen des Antisemitismus im Internet und zeigt Handlungsmöglichkeiten dagegen auf.
Der neue Report der Bildungsstätte Anne Frank „Der Holocaust als Meme – Wie in digitalen Räumen Geschichte umgedeutet wird“ konzentriert sich auf Holocaust-Leugnung und -Verzerrung im digitalen Raum. 
Der Verein democ stellt die neue Handreichung „Virtuelle Normalitäten – Israelbezogener Antisemitismus in digitalen Räumen. Hintergrundwissen und pädagogische Praxis“ bereit. Sie soll pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen, israelbezogenem Antisemitismus in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu erkennen und ihm wirksam zu begegnen, besonders mit Blick auf digitale Räume.
Democ hat ebenfalls im März ein Lagebild „Antisemitische Cyberbedrohungen im Schatten des Iran-Israel-Konflikts 2026“ und eines zu „Die Erben Stalins. Autoritarismus und Antisemitismus bei neuen kommunistischen Jugendgruppen“ veröffentlicht. 

Antisemitismus erkennen
Die herunterladbare Handreichung „Antisemitismus – erkennen, verstehen, handeln“  des Anne Frank Zentrum bietet einen guten Einstieg und Überblick zur Thematik und richtet sich an Interessierte aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen.
 
Methodenkoffer Judentum
Das Leibniz Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow stellt auf seiner Webseite einen Methodenkoffer für die Erwachsenenbildung bereit. Traditionen, religiösen und gesellschaftliche Aspekte des Judentums werden in Modulen beleuchtet.

Studie: Resonanzen – Die Deutsch-Israelischen Kulturbeziehungen
Das Institut für Neue Soziale Plastik legt eine umfangreiche Bestandsaufnahme des Deutsch-Israelischen Kulturaustausch vor. Auch Empfehlungen zur zukünftigen Ausgestaltung finden ihren Platz.

Handreichung zu Auffindung und Rückgabe von NS-Raubkunst überarbeitet
Seit Jahresende liegt eine umfassend überarbeitete gemeinsame Handreichung zum Umgang mit NS-Raubgut vor. Sie bietet vor allem Museen, Archiven, Bibliotheken und anderen betroffenen Einrichtungen praxisnahe Hilfestellungen und schafft Orientierung bei der Umsetzung der „Washingtoner Prinzipien“. Ziel ist es, die Auffindung und Rückgabe von Kulturgut, das während der NS-Zeit verfolgungsbedingt entzogen wurde, weiter zu erleichtern.

Buch: „Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober“
Marina Chernivsky, Leiterin des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung und Mitglied des Beirats für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt, verbindet mit ihrem Buch „Bruchzeiten“ autographische Erzählungen und gesellschaftliche Beobachtungen. Sie zeigt, wie der 7. Oktober von Jüdinnen und Juden als ein tiefer Einbruch voller Hetze und Täter-Opfer-Umkehr wahrgenommen wird. Einen Einblick gibt dieses Interview.
Auch ein Essay von Ruben Gerczikow und Monty Ott im Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung hebt die zunehmende Gefahr des Antisemitismus für jüdische Communities hervor.  

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